JPEG oder RAW was ist die bessere Wahl

Porträtmarathon 2017 – 1500 Porträts in 8 Stunden JPEG oder RAW ?

Das wäre für dieses Jahr geschafft.1500 Porträts in 8 Stunden also ca. alle 20 Sekunden ein Porträt. Das ist ein Job, den ich jetzt schon seit ein paar Jahren 1 mal pro Jahr mache. Bei solchen Jobs muss alles bis ins kleinste Detail durchorganisiert werden, da ein Fehler schnell etliche Stunden an zusätzlicher Arbeit hinter sich herziehen kann oder sogar zum Scheitern bringen kann. Anhand dieses Jobs werde ich Euch zeigen, warum ich JPEG und nicht RAW gewählt habe.

Das liest man im world wide web.

Seitdem ich mich mit der digitalen Fotografie beschäftige, stoße ich immer wieder auf das Thema JPEG oder RAW. Um interessante Beiträge im Web zu gestalten, schreiben viele zu dem Thema Dinge, die sie sich aus den Fingern saugen und schaffen damit Verwirrung. Nicht selten habe ich unter solchen Berichten Kommentare gelesen, wie: “Was soll ich denn jetzt nehmen RAW oder jpg?“ Ich werde nun kurz zusammenfassen, wie ich das Thema sehe und Euch Tipps geben, wie Ihr dieses umsetzen könnt.

Schnell gute Ergebnisse

Zuerst sollte Euch klar sein, dass JPEG- Daten im Grunde genommen aus RAW- Daten entstehen. Wenn Ihr zur Bearbeitung eines  Fotos die RAW- Daten habt, könnt Ihr am Rechner also auch immer zu dem jpg- Ergebnis der Kamera kommen. Das setzt aber auch das Wissen voraus, wie man ein Bild bearbeitet. Da sind wir auch schon bei einem Pro für das JPEG das aus der Kamera kommt. Die Leute, die eine Bildbearbeitung in einer Kamera hinterlegen, kennen sich damit gut aus und erreichen im Durchschnitt recht gute Ergebnisse. Ein Anfänger wird am Rechner evtl. Schwierigkeiten haben, ein solches Ergebnis zu erzielen. Aber Übung macht den Meister und so kann ich nur empfehlen, bis man die Bildbearbeitung beherrscht .jpg und RAW auf der SD- Karte zu speichern. Wenn die RAW- Bearbeitung nicht klappt, habt Ihr noch das JPEG als Sicherheit.

Diagramm RAW-oder-JPEG
Diagramm RAW-oder-JPEG

Optimale Nachbearbeitung

Nun zum großen und wie ich meine wichtigsten Pro für das RAW. Ihr habt fast alle Informationen, die der Sensor aufnimmt und könnt damit das Bild gestalten. Bei dem JPEG seit Ihr schon eingeschränkt, da Informationen, die nicht benötigt werden, bei der Komprimierung gelöscht werden.

Das Datenvolumen

Um alle Infos zu speichern, benötigt das RAW auch viel Speicherplatz. Bei meinem Shooting bedeuten 1500 Fotos mal ca. 30 MB (RAW) = 45 GB. Bei jpg Kameraeinstellung in der Qualität Normal ca. 3 MB je Foto mal 1500, sind es dann nur noch 4,5 GB. Bei meinen Urlaubsbildern oder da wo ein Kundenshooting es nötig macht, nehme ich die Datenmenge natürlich in Kauf um optimale Ergebnisse abzuliefern. Wenn aber nur kleine Bilder für Ausweise benötigt werden, reicht die jpg Qualität aus.

Tipp für alle, die in die Schwarzweiß Fotografie einsteigen wollen

Wenn Ihr das JPEG als Monochrom in Eurem Kameramenü einstellt, dann habt Ihr die Ausgabe auf dem Display in Schwarzweiß und könnt direkt die Bildwirkung beurteilen. Dann noch zusätzlich das RAW abspeichern und Ihr könnt in der Nachbearbeitung alles mit dem Bild machen, was Ihr wollt.

Fazit

Das waren für mich auch schon die wichtigsten Punkte. Zu 95 % fotografiere ich in RAW, um die Bildbearbeitung selber umfangreich zu gestalten. In dem 2. Kartenslot meiner Kamera, ist eine SD- Karte, die jpg`s in optimaler Qualität aufnimmt und nur als Backup dient. Diese Backup- Karte bleibt, dann bis sie voll ist immer im Kameraslot.

Doch bei dem oben genannten Job, gehe ich direkt in der Kamera auf die gewünschte Dateigröße im JPEG- Format. Ansonsten wird mir das von der Datenmenge zu groß und ich muss jedes Bild kleiner rechnen. Das hört sich nicht nach viel Arbeit an, aber sollte ich jedes Bild nur 20 sec bearbeiten, sind das zusätzliche 8 Stunden !


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